24.05.2011 - Die Deutschen haben kaum noch Vertrauen in die Krankenversicherung: Aus ihrer Sicht ist das Gesundheitssystem teuer, kompliziert und intransparent.
Wie das Magazin Wirtschaftswoche vorab meldet, kommt zu diesem Ergebnis die Studie "Chancengerechtigkeit im Gesundheitssystem" des Heidelberger Sinus-Instituts im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung.
In allen gesellschaftlichen Milieus und Einkommensgruppen herrsche die Meinung, "dass aus Kostengründen schon jetzt medizinisch notwendige oder sinnvolle Behandlungen nicht mehr übernommen werden", wie es in der Analyse heißt.
Die Bürger machten die Erfahrung, dass das Gesundheitssystem "kompliziert und zu teuer" sei und "dass der Beitragssatz immer weiter steigt".
Konkret beschrieben die Bürger die Gesundheitsvorsorgung mit den Einschätzungen: "Intransparenz des Systems, Ohnmacht des Einzelnen, Zukunftsangst."
Die Forscher griffen für ihre qualitative Auswertung auf mehr als 70.000 Befragungen und 120 mehrstündige Einzelinterviews zurück.
Ein Ergebnis: Sowohl Gut- als auch Kleinverdiener sehen Solidarität zwischen Gesunden und Kranken als Kerngedanken der Krankenversicherung. (uqrl)