09.09.2011 – Die Schuldenkrise der EU ist Angstmacher Nummer eins in Deutschland. Gleichzeitig ist die Furcht vor hoher Arbeitslosigkeit so gering wie nie zuvor.
Das sind Ergebnisse der R+V-Langzeitstudie "Die Ängste der Deutschen 2011", für die 2.500 Deutsche befragt wurden. Demnach hat sich die Angst vor hoher Arbeitslosigkeit um 24 Prozentpunkte verringert. Das sei ein sensationeller Rutsch auf Rang zwölf – und in das hintere Drittel der Ängste-Skala (37 Prozent), so die R+V-Versicherung.
Die 16 Standardfragen der R+V-Versicherung wurden in diesem Jahr um Fragen zu aktuellen Themen ergänzt. Das Ergebnis: Gegenüber 2010 sind alle langfristig abgefragten Ängste zurückgegangen.
Rita Jakli, Leiterin des Infocenters der R+V Versicherung: "Die Turbulenzen der Euro-Schuldenkrise, die tödlichen EHEC-Keime auf Gemüse, der Tsunami und die Atomkatastrophe in Japan überschatten in diesem Jahr alle anderen Sorgen."
70 Prozent aller Bundesbürger befürchten laut R+V, dass die drohende Pleite einiger EU-Länder den deutschen Steuerzahler teuer zu stehen kommt – keine Angst habe 2011 höhere Werte erreicht.
Die sieben größten Ängste der Deutschen im Überblick (Standardfragen):
Im Ranking der 16 Standardfragen stehe die Furcht vor steigenden Lebenshaltungskosten wie im Vorjahr auf Platz eins. Gesunken seien neben der Angst vor einer hohen Arbeitslosigkeit die Ängste vor einem Konjunkturabschwung (minus 19 Prozent) und vor dem Verlust des eigenen Jobs (minus zwölf Prozent).
Manfred G. Schmidt, Politologe an der Universität Heidelberg und Berater des R+V-Infocenters, erklärt den Rückgang der Ängste mit dem erfolgreichen Krisenmanagement von 2008/2009 und dem nachfolgenden Wirtschaftsaufschwung.
Mehr Ergebnisse des Rankings und der Sonder-Umfragen lesen Sie im R+V-Infocenter. Den Link zum Infocenter finden Sie unter dieser Meldung. (uqrl)