07.06.2011 - 58 Prozent der Deutschen glauben, dass in den nächsten Jahren ein regelrechtes "Kassensterben" bei der gesetzlichen Krankenversicherung eintritt.
Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und des Marktforschers Toluna unter 1.000 Bundesbürgern. Demnach befürchtet jeder Vierte, dass das Kassensterben auch die eigene Krankenkasse betrifft.
Knapp jeder dritte Deutsche (32 Prozent) achtet laut Faktenkontor schon jetzt auf Warnsignale einer nahenden Pleite, zum Beispiel auf überdurchschnittliche Zusatzbeiträge oder auf häufigere Absagen von Kostenübernahmen.
Weitere 43 Prozent der Versicherten wollten in Zukunft auf solche Hinweise achten.
Frühzeitig auf eine Kassenpleite vorbereiten wollten sich die wenigsten Befragten: Mehr als acht von zehn Deutschen planen den Wechsel der Krankenkasse erst dann, wenn es tatsächlich so weit ist.
Nur fünf Prozent gaben in der Umfrage an, die neue Kasse im Falle eines Wechsels schon zu kennen.
Hintergrund ist laut Faktenkontor die Insolvenz der City BKK und die drohende Zahlungsunfähigkeit der BKK für Heilberufe – sie haben der Umfrage zufolge die Ängste der Deutschen vor einem Kassensterben geschürt. (uqrl)