Falscher Bürostuhl verursacht Rückenschmerzen

Büroausstattung

15.02.2012 – Fast jedem Deutschen schmerzt im Laufe des Lebens der Rücken. Eine der häufigsten Ursachen: der falsche Stuhl am Schreibtisch. Auch richtiges Sitzen will gelernt sein.

Laut TÜV Rheinland reicht schon ein Budget von 150 bis 300 Euro für den passenden Stuhl aus. Beim Kauf sollten Verbraucher darauf achten, dass sich der Stuhl an den Nutzer anpassen lässt. "Neben der Rückenlehne sollten auch die Armlehnen und die Sitzhöhe individuell verstellbar sein", rät TÜV Rheinland-Fachmann Peter Birkmann.

Wichtig: Der Abstützpunkt für den unteren Rückenbereich sollte sich individuell einstellen lassen und die natürliche Krümmung der Wirbelsäule unterstützen. Dabei sollte die Lehne flexibel sein und Bewegungen mitmachen.

Auf Fußkreuz und Qualitätssiegel achten

Damit das Gleichgewicht nicht leidet, muss der Stuhl laut TÜV Rheinland ein großes Fußkreuz für ausreichende Standsicherheit bieten. Um den Fußboden zu schonen, lohne auch ein Blick auf die Rollen: weiche Rollen für harten Boden wie Parkett oder Laminat, harte Rollen für weiche Böden wie Teppich.

Orientierung beim Kauf biete das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit, das auch TÜV Rheinland vergibt. Ein zusätzliches Qualitätsmerkmal: das TÜV Rheinland-Siegel "Ergonomie geprüft". Damit werde der Kauf jedoch teurer: Die Preise entsprechender Bürostühle beginnen erst bei 500 Euro.

Entspannt und richtig sitzen

Auch die richtige Sitzhaltung helfe gegen Rückenschmerzen. Beispielsweise schonten ein häufiger Positionswechsel sowie sich räkeln und strecken die Muskulatur.

Auch entspannt sitzen sei wichtig: Der Rücken sollte an der Rückenlehne anliegen, die Füße komplett auf dem Boden stehen und die Winkel an Knie und Becken bei 90 Grad liegen.

Rückenbewusste Menschen sollten auch immer wieder aufstehen und sich bewegen. Denn: Die Wirbelsäule brauche Abwechslung, so TÜV Rheinland. Sie müsse sich ausruhen dürfen, sollte aber auch gefordert werden. (uqrl)

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