Fünf Riester-Varianten im Überblick

Altersvorsorge

10.01.2011 - Die Riester-Rente ist begehrt, weil der Staat für diese Form der Altersvorsorge Zulagen und Steuervorteile gewährt. Was der Staat unter dem Namen Riester fördert, lesen Sie hier.


Die Wirtschaftszeitung Handelsblatt liefert die wichtigsten Eckdaten rund um Riester:

1. Der Staat fördert bis zu vier Prozent des Bruttoeinkommens mit Zulagen bis zu 154 Euro pro Jahr, für jedes Kind noch einmal 185 Euro. 300 Euro gibt es für Kinder, die nach 2008 geboren wurden. 


2. Die Auszahlungsphase bei einer Riester-Anlage beginnt bei 60 Jahren. Jeder Anleger kann sich 30 Prozent des Kapitals sofort auszahlen lassen, den Rest als Rente. Die Auszahlungen werden im Rentenalter versteuert.


3. Das angesparte Kapital kann im Gegensatz zur Rürup-Rente vererbt werden. Dann müssen die Zulagen allerdings zurückgezahlt werden.

Fünf Riester-Formen im Überblick

Das Handelsblatt gibt einen Überblick über die verschiedenen Formen der Riester-Anlage:

1. einfache Rentenversicherung

Bei der Riester-Rente gibt die Gesellschaft dem Versicherten eine garantierte lebenslange Rentenzusage sowie eine variable Überschussbeteiligung. Aktuell erhalten Versicherte einen Garantiezins von 2,25 Prozent auf den Sparanteil. Dieser Sparanteil wird am Kapitalmarkt angelegt, meist in Anleihen. 


Ein 35-Jähriger mit einem Kind, der 2.100 Euro im Jahr einzahlt, kann bei der Rentenversicherung Renditen von etwa 4,5 Prozent erreichen.

2. fondsgebundene Rentenversicherung

Hier wird die Rentenversicherung mit einem Fondssparplan verbunden. Der Sparanteil wird in Investmentfonds investiert. In der Regel gibt es bei dieser Riester-Form keinen Garantiezins. Ein 35-Jähriger kann eine Rendite bei etwa 5,8 Prozent erreichen.

3. Fondssparplan

Die Beiträge fließen hier meist in Aktien- oder in Anleihefonds. Je jünger der Vertragsinhaber, desto größer wird im Laufe der Zeit der Aktienanteil. Gemischte Fonds brachten in den vergangenen 30 Jahren im Durchschnitt etwa 6,7 Prozent Rendite im Jahr. Die Rentenhöhe ist bei dieser Form der Anlage aber offen. 


Die Kosten eines Fondssparplans (Kauf- und Managementgebühren) sind in der Regel günstiger als bei einer Versicherung, es gibt aber keine garantierte Mindestverzinsung.

4. Banksparplan

Hierbei fließt das Kapital auf Konten - entweder bei fester Verzinsung oder das Kapital ist an Geldmarktzinsen gekoppelt. Oft gibt es einen Bonus. Es fallen keine Abschlusskosten an, dafür behält die Bank in der Regel einen Abschlag ein. Aktuell liegen die Zinsen hier bei bis zu gut zwei Prozent.

5. Bausparvertrag

Hierbei fließen die Beiträge in einen Sparvertrag mit einem niedrigen festen Zinssatz. Später kann der Sparer ein relativ günstiges Baudarlehen bekommen. Auch hierbei fallen in der Regel Abschlusskosten an. 


(uqrl)

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