28.03.2011 - 34 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen wollen den Anteil der betrieblichen Altersvorsorge erhöhen. 2010 waren dazu nur fünf Prozent bereit.
Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie des britischen Lebensversicherers Standard Life und dem Personalmagazin aus der Haufe-Gruppe unter rund 250 Personalverantwortlichen.
Demnach sieht rund ein Drittel der Befragten "mittlere" bis "sehr gute Chancen", mehr Mitarbeiter für die bAV in ihrem Betrieb zu gewinnen.
Das Potenzial der bAV sei auch in Firmen groß, die bisher keine Produkte für ihre Mitarbeiter anbieten: Mehr als ein Drittel dieser Betriebe wolle die Einführung der bAV mittelfristig zumindest in Betracht ziehen – rund 20 Prozent mehr als 2010.
Die Transparenz der angebotenen Lösungen sei den Betrieben besonders wichtig, ebenso wie die Sicherheit bei Insolvenz. Als weitere wichtige Kriterien hätten die Befragten lebenslange Rentenzahlungen und die Flexibilität der Produkte genannt.
Die entscheidenden Kriterien bei der Anbieterauswahl: verständliche Vertragsbedingungen, Seriosität, kompetente Beratung und ein guter Kundenservice.
Die nach wie vor am weitesten verbreitete bAV-Form ist die Direktversicherung: Fast drei Viertel der deutschen Betriebe bieten sie dem Personalmagazin zufolge an. Darauf folge die Pensionskasse, die von fast 65 Prozent der Befragten angeboten werde.
Die Anteile dieser häufigsten Versicherungsformen seien im Vergleich zum Vorjahr nahezu gleich geblieben. Dagegen hätten die anderen Varianten deutlich zugelegt.
Mit einem Anteil von knapp 19 Prozent habe besonders die Unterstützungskasse an Bedeutung gewonnen: 2010 hätten nur 5,5 Prozent der Betriebe diese bAV-Form angeboten.
Auch die Direktzusage habe ihren Anteil von 2,5 auf gut zehn Prozent ausbauen können. Der Anteil des Pensionsfonds sei von vier auf sieben Prozent gewachsen. (uqrl)