Krankenkassen droht Milliarden-Defizit

Krankenversicherung

22.02.2012 – Die gesetzlichen Krankenkassen könnten bald in eine finanzielle Schieflage geraten: Die üppigen Rücklagen des Gesundheitsfonds werden 2013 voraussichtlich aufgebraucht sein.

Nach Informationen des Magazins Spiegel Online drohen durch die finanziellen Probleme der Krankenkassen durchschnittliche Zusatzbeiträge für die Versicherten in Höhe von 15,50 Euro im Monat.

Berechnungen der Unternehmensgruppe McKinsey zufolge verkehren sich die Rücklagen des Gesundheitsfonds von derzeit mehr als acht Milliarden Euro bis 2014 in ein Defizit von mehr als neun Milliarden Euro – sofern die gesetzlich vorgeschriebene Liquiditätsreserve nicht angetastet werde.

Ausgaben steigen enorm an

Der Hauptgrund für das drohende Finanz-Desaster: Die Ausgaben der Kassen steigen laut Spiegel Online stärker als ihre Einnahmen.

Nach den McKinsey-Berechnungen würden die Ausgaben für Arzthonorare, Medikamente oder Krankenhausrechnungen jährlich im Schnitt um 3,9 Prozent zunehmen, die Beitragseinnahmen hingegen nur um 1,4 Prozent.

Ihren Berechnungen haben die Berater die Eckdaten des Schätzerkreises der gesetzlichen Krankenversicherung zugrunde gelegt. (uqrl)

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