26.01.2011 - Bis Ende 2011 steigt die Liquiditätsreserve der deutschen Krankenversicherungen auf voraussichtlich 6,2 Milliarden Euro – 3,2 Milliarden Euro mehr als notwendig.
Das berichtet das Bundesversicherungsamt. Demnach habe die Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds Ende 2010 geschätzt rund 3,6 Milliarden Euro betragen.
Damit seien die gesetzlichen Anforderungen erfüllt: Die Reserve müsse mindestens 20 Prozent einer Monatsausgabe des Gesundheitsfonds betragen – das entspreche rund drei Milliarden Euro.
Laut Bundesversicherungsamt dient die Liquiditätsreserve dazu, Einnahmeschwankungen auszugleichen und eine Belastung der Steuerzahler zu vermeiden.
Mit der Reserve sollten künftig auch der Sozialausgleich für Geringverdiener und die Zusatzbeiträge für ALG II-Empfänger gedeckt werden.
Außerdem könne das Risiko unerwarteter Einnahmeausfälle nicht ausgeschlossen werden.
Forderungen nach geringeren Beiträgen der Versicherten seien daher unangebracht, so der Präsident des Bundesversicherungsamtes.
Laut Bericht hatte der Gesundheitsfonds 2009 aufgrund der Finanzkrise ein Defizit von 2,5 Milliarden Euro – er habe keine Liquiditätsreserve aufbauen können.
In den erwarteten 6,2 Milliarden Euro Reserve Ende 2011 seien zwei Milliarden Euro an Bundesmitteln enthalten. (uqrl)