09.06.2011 - Bei Arbeitsunfällen werden meist die Hände und Finger verletzt, mit großem Abstand gefolgt von Füßen und Zehen.
Das zeigen Zahlen der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). Bei mehr als einem Drittel der gemeldeten Arbeitsunfälle traf es demnach die Hände oder die Finger, bei weiteren 20 Prozent die Füße oder Zehen.
Dass Hände und Finger noch öfter verletzt werden als Füße und Zehen, verwundert im ersten Moment. BGW-Experte Dirk Römer erklärt das Phänomen damit, dass die meisten Menschen versuchen, sich beim Fallen mit den Händen abzufangen.
Auch Beine und Knie (15 Prozent) sowie Arme und Schultern (10 Prozent) tragen der BGW zufolge relativ häufig Verletzungen davon.
Römer: "Am häufigsten passieren Stürze, zum Beispiel auf glatten oder rutschigen Fußböden, auf Treppen, durch Stolperfallen, durch zu locker sitzendes Schuhwerk oder hohe Absätze."
Um Arbeitsunfälle zu vermeiden, empfiehlt die BGW deshalb unter anderem rutschhemmende Fußböden, das Vermeiden von Stolperfallen, eine gute Beleuchtung, das Verwenden sicherer Tritte und Leitern sowie das Tragen geeigneter Schuhe. (uqrl)