Nicht jede Familie erzieht Kinder zum richtigen Umgang mit Geld

Umfrage

06.10.2011 – Viele Eltern lehren den richtigen Umgang mit Geld, zum Beispiel durch regelmäßiges Taschengeld. In manchen Familien wird auf Gelderziehung aber wenig Wert gelegt.

Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes TNS Emnid im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) bei Eltern von unter 14-jährigen Kindern.

Geld ist Thema und wird ausgehändigt

Demnach sprechen mehr als die Hälfte der Eltern (56 Prozent) täglich oder wöchentlich mit ihren Kindern über das Thema Geld, zwölf Prozent tun dies monatlich. 30 Prozent der Befragten gaben jedoch an, sich selten oder nie mit ihrem Nachwuchs über Geld zu unterhalten.

Regelmäßiges Taschengeld werde in 57 Prozent der Familien ausgehändigt, während 40 Prozent der Befragten ihrem Kind laut Umfrage nur unregelmäßig oder gar kein Geld geben.

Ausgaben in der Familie diskutieren

59 Prozent der Kinder verfügen nach Angaben der Eltern über ein eigenes Spar- beziehungsweise Girokonto. Zur Gelderziehung gehört nach Ansicht der Befragten auch, dass man über die Verwendung des Taschengeldes spreche und gemeinsam geplante familiäre Ausgaben in der Familie diskutiere.

Gut ein Viertel der Eltern hätten eingeräumt, dass der Taschengeldbetrag dem Kind manchmal nicht oder nie ausreicht. Dabei bestätigen die Befragten dem BVR zufolge zu 85 Prozent, dass das Elternhaus dem Kind eine finanzielle Allgemeinbildung vermitteln müsse. Erst in zweiter Linie seien die Schulen gefordert (13 Prozent).

BVR: Kinder sollten Umgang mit Geld frühzeitig lernen

Laut BVR wird in der Kindheit die Basis für den Umgang mit den eigenen Finanzen im Erwachsenenalter gelegt. Daher sei es ratsam, Kinder schon früh an den Umgang mit einem eigenen Budget und die weitsichtige Geldeinteilung heranzuführen.

"Die finanzielle Allgemeinbildung und den Umgang mit Geld bei Heranwachsenden zu fördern, ist Teil des gesellschaftlichen Engagements der Volksbanken und Raiffeisenbanken", erklärt BVR-Vorstand Dr. Andreas Martin.

Einen Überblick über die vielfältigen Initiativen liefert das Schulserviceportal der Volksbanken und Raiffeisenbanken www.jugend-und-finanzen.de. Laut BVR erhalten Eltern dort Tipps und Informationen zur Gelderziehung ihrer Kinder. Für Pädagogen stehe Unterrichtsmaterial für verschiedene Schulstufen zum Download bereit. (uqrl)

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