22.06.2011 - Die Angebote privater Krankenversicherungen (PKV) unterscheiden sich deutlich: Im Extremfall stieg die Prämie für Männer jährlich um 12,7 Prozent.
Das gehe aus einer Studie des Analysehauses Morgen&Morgen hervor, berichtet das Unternehmermagazin impulse.de. Für die Studie seien langfristig die Beitragssteigerungen von mehr als 1.500 Tarifen für angestellte Neukunden untersucht worden.
Demnach nimmt die Zahl schwacher und starker Tarife in der privaten Krankenversicherung zu, während das Mittelfeld schrumpft.
Morgen&Morgen zufolge sei vor allem die Zahl sehr schwacher Tarife enorm angestiegen. In der Folge habe sich die Prämie für Männer um 12,7 Prozent jährlich erhöht. Das seien Zusatzkosten von insgesamt 3.430 Euro binnen einer Dekade.
Jeder fünfte Tarif habe sich in der Untersuchung als stabil herausgestellt – mit jährlichen Kostensteigerungen für Männer von 1,3 Prozent bzw. 463 Euro an Mehrkosten in zehn Jahren – fast 3.000 Euro weniger als bei einem instabilen Tarif.
Durchschnittlich habe sich der private Vollschutz für Männer in den letzten zehn Jahren um 5,7 Prozent pro Jahr verteuert. Frauen lägen bei einer Steigerung von 4,3 Prozent innerhalb von zehn Jahren. Jedoch seien auch Steigerungen von 7,6 Prozent jährlich keine Seltenheit.
Morgen&Morgen-Geschäftsführer Martin Zsohar zufolge zeige die Analyse, dass die Auswahl eines stabilen Tarifs für die Kunden privater Krankenversicherungen immer bedeutender wird.
Ein genauer Blick des Kunden ist laut impulse.de notwendig, weil die Prämien durch den medizinischen Fortschritt, durch höhere Gesundheitskosten und durch die Inflation in der PKV ohnehin steigen. (uqrl)