03.02.2011 - Die steigenden Kosten der Pflegeversicherung werden nicht von einer individuellen Zusatzversicherung nach dem Vorbild der Riester-Rente aufgefangen.
Darauf hätten sich die zuständigen Experten der Koalition geeinigt, berichtet das Handelsblatt. Demnach hat sich die schwarz-gelbe Koalition von ihren ursprünglichen Plänen in der Pflegeversicherung verabschiedet.
Eigentlich habe sie eine individuelle Zusatzversicherung für die Pflegeversicherten vorgesehen. Nun sei ein kollektiver Kapitalstock geplant, der bei den Pflegekassen aufgebaut werden soll.
In den nächsten 40 Jahren rechneten Experten damit, dass sich die Zahl der Pflegebedürftigen auf 4,5 Millionen verdoppelt. Das bedeute einen Pflegebeitrag von 4,5 Prozent, wenn es bei der heutigen Umlagefinanzierung bleibe.
Angesichts dieser Zahlen war laut Handelsblatt schon im Koalitionsvertrag zwischen Union und FDP vorgesehen, dass eine Kapitaldeckung bei den Pflegekassen aufgebaut wird.
Konkret heiße es im Vertrag, dass die Umlagefinanzierung durch eine Kapitaldeckung ergänzt wird, "die verpflichtend, individualisiert und generationengerecht ausgestaltet sein muss". Von dieser Form der Ausgestaltung sei die Koalition nun jedoch abgerückt. (uqrl)