Sieben Anlagestrategien für das Jahr 2011

Geldanlage

05.01.2011 - Ob Gold, Aktien oder Staatsanleihen: Wie Sie Ihr Geldvermögen 2011 sicher anlegen, lesen Sie hier.


Das Magazin Wirtschaftswoche hat sieben Thesen für das Jahr 2011 zusammengestellt, aus denen sich geeignete Anlagestrategien ergeben:

1. Aktien

Die bessere Performance deutscher Aktien gegenüber anderen Aktien hält an: Der DAX erreicht 2011 mehr als 8.000 Punkte. Aktien deutscher Unternehmen sollten deshalb gehalten werden, Aktien großer Unternehmen wie der Lufthansa können gekauft werden. Gegenüber Immobilien haben Aktien den Vorteil, dass sie schnell wieder verkauft werden können. 


Das größte Risiko für deutsche Aktien ist die nachlassende Konjunktur in Asien. Ein weiteres Risiko wären Bankencrashs, denen der Aktienmarkt nicht standhalten würde.

2. Staatsanleihen

Bundesanleihen sollten nur einen kleinen Teil des Depots ausmachen. Der Grund: die niedrige Verzinsung. Sollten die Zinsen über einen längeren Zeitraum deutlich über vier Prozent liegen, heißt es: raus mit den Beständen. 


Anleger sollten eine Bogen machen um Anleihen anderer EU-Staaten. Einzige Ausnahme: Finnland. Tabu sind US-Staatspapiere und in Dollar notierte Anleihen allgemein: Das Verschuldungsproblem der USA ist kaum lösbar, der Dollar bleibt eine Weichwährung.

3. Baugelder

Das niedrige Zinsniveau von Baukrediten bleibt 2011 bestehen, auch wenn sich Baugelder langfristig verteuern. Wenn Bauobjekte mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden sind, dann lohnt sich auch 2011 der Baukredit – allerdings nur mit einem niedrigen Zins und zu festen Konditionen.

4. Unternehmensanleihen

Die Verzinsung von Unternehmensanleihen bleibt auch 2011 gering. Deshalb sollten Anleger ihre Anleihen halten und in Euro notierte Papiere mit Schwerpunkt auf deutschen Schuldnern bevorzugen. Als Neuanlagen empfehlen sich Papiere mit kürzeren Restlaufzeiten bis maximal drei Jahre. Insgesamt dürfte das Ausfallrisiko solider Unternehmensschuldner 2011 gering sein.

5. Lebensversicherungen

Die Lebensversicherung sollte nur einen kleinen Teil des Anlagedepots ausmachen. Der Grund: Die Versicherungen halten 80 Prozent ihrer Kundengelder in Krediten an Staaten und Banken, in Pfandleihen und Anleihefonds.


2011 könnte es deshalb für Versicherungen ohne einen Euro-Rettungsschirm eng werden. Anleger sollten nicht mehr als 20 Prozent ihres Geldes in eine Lebensversicherung stecken.

6. Immobilien

Die Flucht in Sachwerte hält an: Auch 2011 steigen die Preise für Eigentumswohnungen, Bestandshäuser und Neubauten.


Aber auch hier gilt Disziplin: Anleger sollten Immobilien nur in guten Lagen kaufen und auch bei selbst genutzten Wohnungen höchstens das 22-Fache der erzielbaren Jahres-Nettokaltmiete bezahlen. Die Anlage lohnt sich generell nur bei niedrigen Zinssätzen.

7. Gold

2010 lohnte sich der Goldkauf bereits im achten Jahr in Folge. 2011 wird der Goldpreis voraussichtlich auf 2.000 Dollar je Feinunze ansteigen – von derzeit 1.400 Dollar. 


Deshalb sollten Anleger als Absicherung mindestens 20 Prozent ihres Vermögens in physischem Gold anlegen, also in Münzen oder Barren. Zehn Prozent dürfen auch in Aktien von Goldminen gehen, zum Beispiel Barrick Gold oder Gold Fields.


(uqrl)

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