Stimmung der Privatanleger erreicht Tiefpunkt

Geldanlage

21.02.2012 – Deutsche Privatanleger machen den Aufschwung nicht mit. Sie beurteilen die weitere Börsen-Entwicklung ähnlich pessimistisch wie zur Hochzeit der Finanzkrise.

Das zeigt der DZ BANK Anlegerindikator, für den TNS Infratest mehr als 1.000 Privatanleger befragt hat. Demnach ist die Stimmung der Privatanleger in Deutschland nahezu an einem Tiefpunkt angelangt, obwohl der Deutsche Aktienindex gerade die stärkste Jahresanfangsrally in seiner Geschichte vollziehe.

Erstmals seit Januar 2009 erwarteten wieder mehr Privatanleger in den kommenden sechs Monaten eher fallende als steigende Aktienkurse. Jeder zweite Anleger erwarte, dass die Risiken an den Börsen steigen werden. Nur acht Prozent gingen in der Umfrage davon aus, dass die Risiken abnehmen werden.

Gold statt Aktien

Deshalb erhöhe der aktuelle Börsenaufschwung auch nicht das Interesse an Aktien: Lediglich 22 Prozent würden Aktienfonds in Erwägung ziehen, noch weniger Befragte direkte Aktieninvestments.

Stattdessen setzen die Privatanleger laut DZ BANK auf Sachwerte: Den Kauf von "Edelmetallen wie Gold" erwägten aktuell 38 Prozent der Befragten.

Nur gut jeder vierte Anleger ist optimistisch

Konkret rechnen laut DZ BANK zurzeit nur noch 27 Prozent der Privatanleger damit, dass die Kurse an den Aktienmärkten in den kommenden sechs Monaten steigen werden.

Damit sei die Zahl der Optimisten auf den zweitniedrigsten Stand gefallen, den die Bank seit 2008 ermittelt hat. Im August 2011 hatten immerhin noch 40 Prozent der Investoren mit steigenden Kursen gerechnet.

Peter Schirmbeck, Leiter Privatkundengeschäft der DZ BANK: "Die Ergebnisse zeigen, dass die Privatanleger die aktuelle Hausse an den Aktienmärkten nicht als nachhaltig betrachten. Gründe dafür sind die ungelöste europäische Schuldenkrise, das unsichere wirtschaftliche Umfeld und die Kursverluste im Vorjahr." (uqrl)

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