29.07.2011 – Versicherungsbetrug ist weit verbreitet in Deutschland: Jeder Fünfte sieht darin nur einen Kavaliersdelikt. Folgen und Sanktionen des Betrugs werden unterschätzt.
Das zeigt eine Studie der GfK Finanzmarktforschung im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).
Demnach gaben vier Prozent der deutschen Haushalte offen zu, in den letzten fünf Jahren schon einmal ihre Versicherung betrogen zu haben.
Weitere sieben Prozent gaben an, in ihrem unmittelbaren Umfeld bereits von einem Betrug erfahren zu haben. Elf Prozent wollten sich nicht zu diesem Thema äußern. 78 Prozent wollten mit Versicherungsbetrug nichts zu tun haben.
Hausrat- und Haftpflichtversicherungen seien vom Betrug am stärksten betroffen. Vierzig Prozent der Bürger glauben laut GDV, in diesen beiden Sparten eine Versicherung verhältnismäßig leicht betrügen zu können.
Eine Faustformel der Branche: Jeder zehnte gemeldete Versicherungsschaden ist frei erfunden oder zu hoch angesetzt.
Laut GDV holt sich jeder sechste Versicherungsbetrüger in Internetforen Tipps, um seine Versicherung zu betrügen. Nur jeder vierte Befragte rechne im Fall eines Versicherungsbetrugs mit einer Anzeige oder der Kündigung des Vertrages. (uqrl)