Vertrauen in Investmentfonds 2010 gewachsen

Altersvorsorge

16.02.2011 - 2010 hat die Investmentfondsbranche 87,1 Milliarden Euro eingesammelt. Das zeuge von gestärktem Vertrauen in Investmentfonds, so Vertreter der Branche.


Laut Thomas Neiße, dem Präsident des BVI Bundesverbandes Investment und Asset Management, war 2010 eines der besten Jahre für die Branche.

Mehr Gelder in die Fonds geflossen

Nicht nur seien die Zuflüsse in die Fonds nach der Finanzmarktkrise deutlich gestiegen. Auch die Wertentwicklung in den meisten Fondskategorien sei positiv gewesen – Anleger blickten auf ein gutes Fondsjahr zurück. 


Institutionelle Anleger nutzten verstärkt Spezialfonds. 2010 sei die Rekordsumme von 70,9 Milliarden Euro in diese Fondsart geflossen. Allein Versicherer investierten laut BVI fast 30 Milliarden Euro neu – fast doppelt so viel wie im Vorjahr.


In Publikumsfonds seien 2010 insgesamt 19,3 Milliarden Euro geflossen.

Aktienfonds verzeichnen die größten Renditen

Laut BVI lag die Ein-Jahres-Rendite bei fast allen Fondsgruppen deutlich im Plus. Hier die Ergebnisse im Einzelnen: 


1. Aktienfonds mit dem Schwerpunkt Deutschland verzeichneten auf Ein-Jahressicht im Schnitt eine Rendite von 17,1 Prozent. Die Entwicklung wird im europäischen Vergleich besonders deutlich: Aktienfonds mit Schwerpunkt Europa erzielten einen Zuwachs von 10,6 Prozent.


2. Bei Mischfonds resultierten die Ergebnisse im Schnitt zwischen 3,4 und 10,5 Prozent – je nach Anlageregion und Gewichtung.


3. Die Mittelwerte der Euro-Rentenfonds-Gruppen lagen zwischen 1,0 bis 3,4 Prozent. Das Ergebnis war umso besser, je länger die Laufzeit der Papiere gewesen sei.


4. Klassische Geldmarktfonds hätten im Durchschnitt lediglich Renditen von 0,6 Prozent erzielt. Der Grund: das niedrige Zinsumfeld.


5. Bei Offenen Immobilienfonds liegt der Durchschnittswert bei einem Minus von 1,3 Prozent. Das schlechte Ergebnis ist auf einzelne Extremwerte zurückzuführen: 19 von 26 Produkten erzielten auf Jahressicht eine positive Wertentwicklung.


(uqrl)

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