Von der Leyen will Vorsorgepflicht für Selbständige

Rente

16.01.2012 – Bundessozialministerin Ursula von der Leyen will Selbständige dazu verpflichten, sich selbst für das Alter abzusichern.

Das sagte von der Leyen im Interview mit dem Magazin Wirtschaftswoche. "Alle Selbständigen sollten im Grundsatz eine Pflicht zur Altersvorsorge haben – weil sonst das Risiko bei der Gemeinschaft liegt, die Grundsicherung zahlt, wenn am Ende das Geld nicht reicht."

Versicherer soll ausgewählt werden dürfen

Allerdings soll ihnen freigestellt sein, ob sie sich in der gesetzlichen Rentenkasse oder bei einem privaten Anbieter absichern.

"Es muss eine Wahlmöglichkeit geben", sagte die CDU-Politikerin. "Der Porsche in der Garage oder der Rembrandt an der Wand werden aber sicher nicht reichen. Die Altersvorsorge für Selbständige muss auskömmlich, nachhaltig und pfändungssicher sein."

Nur jeder vierte Selbständige ist abgesichert

Nach Schätzungen sind laut Wirtschaftswoche von den viereinhalb Millionen Selbständigen nur eine Million in der gesetzlichen Rentenversicherung oder einem berufsständischen Versorgungswerk abgesichert.

Von der Leyen rechne bei ihren Plänen auch mit Gegenwind: "Es wird Widerstand geben vor allem von jenen, die bisher keine Altersvorsorge betreiben. Die werden fragen: Warum zwingt ihr mich? Irgendwann werde ich das große Geld verdienen, dann wird es reichen. Die Lebenserfahrung zeigt aber, dass dieser Poker zu oft schiefgeht. Trittbrettfahrer auf Kosten der Allgemeinheit darf es nicht geben." (uqrl)

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