29.11.2010 - Die 8,9 Millionen Versicherten in den privaten Kassen müssen 2011 wahrscheinlich rund sieben Prozent höhere Beiträge zahlen. Ein Wechsel in die gesetzliche Kasse sollte trotzdem wohlüberlegt sein.
Die Preissteigerungen der privaten Kassen sollten niemanden zum übereilten Wechsel bewegen, wie das Handelsblatt rät. Der Grund: Das PKV-System sei so konstruiert, dass ein Wechsel für den Kunden mit beträchtlichen Risiken verbunden sei.
Beim Anbieterwechsel verlören Kunden beispielsweise einen Teil ihrer Altersrückstellungen – ein Sparguthaben, das die Beiträge im Ruhestand stabil halten soll.
Kunden müssten sich außerdem meistens einer neuen Gesundheitsprüfung unterziehen, die oft Zuschläge oder Leistungsausschlüsse zur Folge habe.
Laut Handelsblatt kommt ein Wechsel nur für junge gesunde Kunden in Frage, die noch nicht lange in die private Krankenversicherung eingezahlt haben.
Alle anderen seien zwar auf ihren Anbieter angewiesen, hätten aber das Recht, in einen günstigeren Tarif zu wechseln.
Beim Tarifwechsel müssten die Kunden darauf achten, dass sich keine Lücken auftäten. Privatpatienten sollten sich laut Handelsblatt auf jeden Fall unabhängig beraten lassen. Umso mehr gelte das für einen Wechsel von der gesetzlichen zur privaten Krankenkasse. (uqrl)