Ob gesetzlich oder privat versichert – die monatlichen Beiträge für die Krankenversicherung steigen. Grund genug, den Wechsel der Krankenkasse in Betracht zu ziehen. Was Selbständige und Unternehmer dabei beachten sollten, verrät ein Krankenkassen-Experte exklusiv für mittelstanddirekt.de.
Selbständige können zwischen der freiwilligen gesetzlichen und der privaten Versicherung wählen. Die Frage nach der passenden Versicherungsform stellt sich bereits bei der Gründung eines Unternehmens: besser privat oder gesetzlich? Beide Versicherungsformen haben ihre Vor- und Nachteile.
Kassen-Experte Albert Gottelt vom Verbraucherportal 1A Krankenversicherung verrät eine Faustregel: "Wer über ein eher niedriges Einkommen verfügt, sollte lieber in der gesetzlichen Krankenkasse bleiben. Wenn das Einkommen steigt oder ein hohes Einkommen absehbar ist, kann die private Kasse für viele günstiger sein. Generell gilt: Lieber jung in die private Versicherung – je länger man wartet, desto teurer wird der Einstieg."
Wichtig: Ist man bei der privaten Krankenkasse versichert, bildet sie gesetzliche Altersrückstellungen von zehn Prozent des monatlichen Beitrags. Wechselt der Versicherte seine Kasse, können Altersrückstellungen teilweise verloren gehen. Die privaten Krankenkassen begründen das Einbehalten des Betrages damit, dass das Geld in einen Fonds fließt, der allen Versicherten der Tarifgemeinschaft zugutekommt und im Alter für stabilere Beiträge sorgt. Auf diesen Fonds könne man aus finanziellen Gründen nicht zugreifen, wenn ein Mitglied die private Kasse verlässt.
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