Auf Rekordjahr folgt Stagnation in der Bauwirtschaft

Prognose

01.12.2011 - Das Jahr 2011 wird für die Bauwirtschaft zu einem Rekordjahr werden. So positiv wird es 2012 voraussichtlich aber nicht weitergehen.

Wie Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) ergeben, wird das Jahr 2011 mit einem Zuwachs von real mehr als fünf Prozent zu den wachstumsstärksten Jahren seit der Wiedervereinigung in der Bauwirtschaft zählen.

Nicht ganz so gute Aussichten für die Bauwirtschaft 2012

Dagegen prognostizieren die DIW-Experten Martin Gornig und Hendrik Hagedorn im aktuellen Wochenbericht für die Bauwirtschaft 2012 eine Stagnation auf hohem Niveau.

Das Fazit der Forscher: "Im laufenden Jahr haben Konjunktur, Konjunkturprogramme und Witterungsbedingungen den Bauboom gemeinsam angekurbelt. Im kommenden Jahr rechnen wir jedoch – unter anderem wegen der noch unklaren Abschreibungsmöglichkeiten für energetische Sanierungen – mit mehr Zurückhaltung."

Stagnation erwartet

Gornig zufolge wird das Bauvolumen 2012 real nicht höher liegen als in diesem Jahr. Dies sei auf das Auslaufen der Konjunkturprogramme zurückzuführen. Außerdem spiele die Zurückhaltung bei energetischen Sanierungen im Wohnungsbau eine große Rolle.

Gornig: "Während in den letzten Jahren außerordentlich hohe Bundeszuschüsse bereitgestellt wurden, standen 2011 deutlich weniger Fördergelder zur Verfügung. Diese werden 2012 jedoch wieder angehoben. Außerdem steht zur Diskussion, sie durch Sonderabschreibungsmöglichkeiten zu ergänzen. Das führt gegenwärtig noch zu Zurückhaltung." (uqrl)

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