08.11.2011 - Die Lage am Ausbildungsmarkt hat sich 2011 weiter verbessert: Deutsche Betriebe haben von Oktober 2010 bis September 2011 rund 7,5 Prozent mehr Azubis ausgebildet als im Vorjahreszeitraum.
Das meldet die Bundesagentur für Arbeit (BA). Demnach wurden insgesamt 519.600 Ausbildungsstellen gemeldet – rund 36.000 mehr als im Vorjahreszeitraum.
Damit habe sich der positive Trend der letzten Jahre fortgesetzt, so BA-Vorstand Raimund Becker: "Demografischer Wandel, die gute wirtschaftliche Lage und die Bemühungen der Betriebe um Sicherung des künftigen Fachkräftebedarfs haben die Lage am Ausbildungsmarkt weiter verbessert."
Der Anstieg gehe allein auf betriebliche Berufsausbildungsstellen zurück: Hier seien 43.300 mehr Ausbildungsplatzangebote eingegangen als im Vorjahreszeitraum.
Im abgelaufenen Berufsberatungsjahr hätten sich insgesamt 538.200 Bewerber bei einer Agentur für Arbeit oder einem Jobcenter gemeldet – 13.700 (-2,5 Prozent) weniger als im Vorjahreszeitraum.
Damit setzt sich der demografisch bedingte Rückgang der Bewerber fort. Der Rückgang der Bewerber wurde durch die doppelten Abiturjahrgänge in Bayern und Niedersachsen sowie die Aussetzung des Wehr- und Zivildienstes abgemildert.
Insgesamt gebe es aber immer noch mehr gemeldete Bewerber als Ausbildungsstellen: 11.600 Bewerber seien unversorgt geblieben – ein Rückgang von 700 (-5,8 Prozent) gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt blieben damit laut BA 2,1 Prozent der gemeldeten Bewerber ohne Lehrstelle oder alternatives Angebot. (uqrl)