China beschränkt Export dringend benötigter Hightech-Metalle

Außenwirtschaft

26.10.2010 - China drosselt den Export so genannter Seltener Erden. Die Folge: Den ersten Hightech-Unternehmen in Deutschland gehen die dringend benötigten Metalle aus.

Nach Berichten von Spiegel Online sind ersten deutschen Firmen die sogenannten Seltenen Erden ausgegangen.

Engpässe bei Hightech-Metallen befürchtet

Die Ursache der Verknappung: China habe seine Exporte an Seltenen Erden eingeschränkt. Das Land produziert laut Spiegel Online 97 Prozent der weltweiten Menge an Seltenen Erden.

Seltene Erden werden für zahlreiche Elektroprodukte benötigt, etwa für Handys, Motoren, Katalysatoren und Windkraftanlagen.

Nach Meinung von Geologen drohten Deutschland brisante Engpässe bei den Hightech-Metallen: "Wir stehen am Beginn einer Versorgungskrise", so Geologe Harald Elsner von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe BGR.

Neue Quellen können in fünf Jahren erschlossen werden

Bis mindestens Ende 2011 bleibe Deutschland bei den Seltenen Erden "zu fast 100 Prozent" auf China angewiesen. Danach könnten neue Quellen der Seltenen Erden aufgetan werden: Geologen stellen laut Spiegel Online neue Metall-Reservoire außerhalb Chinas in Aussicht.

Besonders in Grönland und Kanada lägen der BGR zufolge riesige Mengen an Seltenen Erden im Gestein: Ein Areal im grönländischen Kvanefjeld könne bis zu 100.000 Tonnen Seltener Erden pro Jahr abwerfen, so Elsner.

Die Menge komme der derzeitigen Gesamtproduktion Chinas von 130.000 Tonnen erstaunlich nahe. Die Produktion in Grönland könne jedoch frühestens in fünf Jahren beginnen. Zuvor könnten immerhin kleinere Bergwerke in den USA und in Australien aktiviert werden. (uqrl)

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