Deutlich mehr deutsche Exporte nach Osteuropa und in Drittländer

Außenwirtschaft

15.09.2011 – Im ersten Halbjahr 2011 stiegen die deutschen Ausfuhren gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fast 15 Prozent. Besonders die Exporte nach Osteuropa und in Staaten außerhalb der EU haben zugenommen.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lag der Wert der deutschen Exporte im ersten Halbjahr 2011 bei 525,6 Milliarden Euro – ein Anstieg von 14,7 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2010 (preisbereinigt: 10,1 Prozent). Destatis zufolge erhöhten sich die Versendungen in EU-Mitgliedsländer um 13,4 Prozent – ein geringerer Anstieg als die deutschen Gesamtausfuhren.

Großes Export-Plus nach Osteuropa, noch größeres in Drittländer

Vor allem die Ausfuhren nach Osteuropa nahmen im ersten Halbjahr zu – allen voran in die baltischen Staaten (Estland plus 39,5 Prozent, Litauen plus 31,5 Prozent, Lettland plus 31,0 Prozent), aber auch in die Slowakei (plus 28,3 Prozent) und nach Polen (plus 21,0 Prozent). Die Lieferungen nach Griechenland (minus 7,9 Prozent) und nach Portugal (minus 2,2 Prozent) gingen laut Destatis zurück.

Die deutschen Exporte in Länder außerhalb der EU ("Drittländer") stiegen um 16,7 Prozent auf 208,3 Milliarden Euro – und erhöhten sich damit etwas stärker als die Gesamtausfuhren. Besonders hohe Zuwächse gab es hier laut Destatis bei den Lieferungen in die Türkei (plus 45,0 Prozent), in die Russische Föderation (plus 38,7 Prozent) und nach China (plus 25,2 Prozent).

Geringeres Export-Plus bei den USA und Japan

Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten nahmen im Vergleich dazu nur um 14,0 Prozent zu. Unterdurchschnittliche Exportzuwächse beim Export in Drittländer verzeichneten auch der Handel mit der Schweiz (plus 15,0 Prozent), mit Japan (plus 11,4 Prozent), mit Brasilien (plus 9,2 Prozent) und mit Kanada (plus 13,1 Prozent).

Die Exportwirtschaft sei eine tragende Säule des deutschen Wirtschaftswachstums, so BMWi-Staatssekretär Jochen Homann anlässlich des 9. Außenwirtschaftstages: "Die deutsche Exportstärke ist vor allem aus der Wirtschaft heraus gewachsen. Die Unternehmen können auf ihren Erfolg stolz sein. Ihre Eigeninitiative ist und bleibt die Basis für ein erfolgreiches Auslandsgeschäft." (uqrl)

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