09.02.2012 - In Deutschland nehmen die Menschen im Schnitt 36,8 Jahre am Erwerbsleben teil – 2,3 Jahre länger als der durchschnittliche EU-Bürger.
Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Basis des so genannten "Duration of Working Life Indicator" (DWL) mit, der jährlich von Eurostat anhand von Bevölkerungs- und Arbeitsmarktdaten der EU-Mitgliedsstaaten ermittelt wird.
Demnach dauert ein Arbeitsleben in der Europäischen Union im Schnitt 34,5 Jahre. Am längste dauere es mit 40,1 Jahren in Schweden, am kürzesten mit 29,3 Jahren in Ungarn.
In den zehn Jahren zwischen 2000 und 2010 nahm die Lebensarbeitszeit in fast allen Ländern der EU zu: im EU-Durchschnitt um 1,6 Jahre und in Deutschland um 2,5 Jahre. Dazu hätten die höhere Lebenserwartung und die zunehmende Erwerbsbeteiligung von Frauen insbesondere beigetragen.
In den DWL-Indikator fließen laut Destatis auch Zeiten der Erwerbstätigkeit sowie Phasen der Erwerbslosigkeit und der aktiven Suche nach einer Beschäftigung ein.
Weitere Ergebnisse und Erläuterungen zum DWL-Indikator können über den Europäischen Datenservice des Statistischen Bundesamtes (www.eds-destatis.de) in der Eurostat-Statistikdatenbank abgerufen werden. (uqrl)