29.06.2011 - Die Stimmung der Verbraucher hat sich etwas verbessert: Viele Deutsche erwarten eine verbesserte Finanzlage, was sich auch auf ihren Konsum niederschlägt.
Das geht aus der Konsumklimastudie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) für den Monat Juni 2011 hervor.
Demnach machte die Einkommenserwartung der Deutschen einen deutlichen Sprung nach vorn: Nach einem Plus von 18,7 Zählern weise der Indikator aktuell 44,6 Punkte auf. Mit diesem Wert würden die Verluste kompensiert, die die GfK bis Mai 2011 verzeichnet hatte.
Der Grund für die guten finanziellen Aussichten der Deutschen: Optimistischere Konjunkturaussichten, vor allem die anhaltend positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt.
Bereits im ersten Quartal 2011 seien die Reallöhne laut Statistischem Bundesamt um durchschnittlich zwei Prozent gestiegen. Außerdem habe sich der Preisdruck auf die Konsumenten zuletzt nicht mehr verstärkt.
Auch die Kauflaune der Deutschen sei gestiegen: Nach moderaten Verlusten im Vormonat registrierte die GfK im Juni bei der Anschaffungsneigung ein leichtes Plus von 3,6 Punkten. Aktuell weise der Indikator einen Wert von 35,1 Zählern auf.
Die positive Konjunktur und die erfreulichen Arbeitsmarktzahlen stärkten auch hier die Planungssicherheit der Konsumenten. Das spiele gerade bei größeren Anschaffungen eine wichtige Rolle.
Laut GfK sind nach wie vor vorhandene Konjunktur-Risiken in der Wahrnehmung der Verbraucher etwas in den Hintergrund getreten, zum Beispiel die Schuldenkrise in der Eurozone und hohe Energiepreise. (uqrl)