06.12.2010 - Neun von zehn Industrieunternehmen leiden unter den steigenden Rohstoffpreisen. Mehr als jedes zweite Industrieunternehmen befürchtet sogar, die erforderlichen Rohstoffe nicht mehr zu erhalten.
Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hervor. Demnach kosten die steigenden Rohstoffpreis die deutsche Wirtschaft rund 30 Milliarden Euro.
Der DIHK rechnet im kommenden Jahr mit einem weiteren kräftigen Anstieg der Rohstoff-Ausgaben: Nicht nur die Preise stiegen weiter, sondern auch die Nachfrage dürfte aufgrund der konjunkturellen Verbesserungen eher noch zunehmen.
Preistreibend wirkten schlechte Ernten bei regenerativen Rohstoffen und Angebotsverknappungen durch Länder mit Ressourcenvorkommen.
Erschwerend komme hinzu, dass immer mehr Rohstoffanbieter Verträge für kürzere Zeiträume abschließen, die zulasten der Planungssicherheit der Unternehmen gingen.
Mehr als die Hälfte der Industrieunternehmen berichteten bereits über zunehmende Probleme bei der Vertragssicherheit.
In der Wirtschaft erzeugt die sich abzeichnende Rohstoffklemme laut DIHK einen hohen Handlungsdruck: Mehr als 70 Prozent der Industrieunternehmen nehmen demnach ihr Ressourcenmanagement unter die Lupe, um nach Optimierungsmöglichkeiten zu suchen.
Die Hälfte der Industriebetriebe verstärke zudem die Anstrengungen für Forschung und Entwicklung, um den Ressourceneinsatz im Unternehmen weiter zu optimieren. (uqrl)