03.02.2011 - Deutschland gibt weitaus mehr Geld für die Forschungsförderung aus als der EU-Durchschnitt – ebenso wie Finnland, Dänemark und Schweden.
Das geht aus dem Innovationsanzeiger 2010 der EU-Kommission hervor. Demnach liegen die Ausgaben Deutschlands für die Forschung ein Fünftel über dem EU-Durchschnitt.
Der Innovationsanzeiger zeige allerdings auch, dass die EU den Innovationsrückstand gegenüber den USA und Japan noch nicht aufgeholt hat.
Zwar habe die EU einen klaren Vorsprung gegenüber Indien und Russland. Jedoch holten Brasilien und China schnell auf.
Der größte Abstand im internationalen Vergleich sei in der Kategorie "Tätigkeit der Unternehmen" festzustellen.
Hier lägen die 27 EU-Länder zurück, zum Beispiel bei den öffentlich-privaten Ko-Publikationen und den Ausgaben der Unternehmen für Forschung und Entwicklung (F&E).
Die Innovationslücke Europas sei in erster Linie auf den privaten Sektor zurückzuführen: Bei den Lizenz- und Patenteinkünften aus dem Ausland sei der Abstand besonders groß und wachse schnell. (uqrl)