Deutschlands Wachstum bleibt robust

Konjunktur

08.08.2011 – Auch 2012 bleibt Deutschlands Wirtschaft die Wachstumslokomotive der Eurozone. Jedoch bergen die Schuldenkrise und die Zinsentwicklung Risiken.

Die Konjunkturexperten der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC prognostizieren für 2012 ein nominales Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland von 2,2 Prozent. In der gesamten Eurozone erwarten sie nur eine Steigerung um 1,7 Prozent.


Die EU: ein gespaltener Wirtschaftsraum

Das Wachstum in der EU werde von den exportorientierten Volkswirtschaften in Mittel- und Nordeuropa getragen, so PwC-Vorstandssprecher Norbert Winkeljohann. Sie profitierten vom Boom in China und anderen Schwellenländern.

Dagegen litten die strukturschwachen südeuropäischen Länder zusätzlich unter dem strikten Sparkurs ihrer Regierungen, so Winkeljohann: "Die Eurozone bleibt ein Wirtschaftsraum der zwei Geschwindigkeiten."

Schuldenkrise und Zinsentwicklung bergen Risiken

Die größten Risiken für das Wirtschaftswachstum der Eurozone: die Schuldenproblematik und die Zins- und Inflationsentwicklung.

Für 2011 erwartet PwC europaweit eine Inflationsrate von 2,6 Prozent. In Deutschland werde sich der Preisanstieg 2011 voraussichtlich von 1,2 Prozent auf 2,7 Prozent beschleunigen, um sich 2012 leicht auf 2,3 Prozent abzuschwächen. (uqrl)

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