Anhand einer Skala von 1 (kein Problem) bis 6 (sehr großes Problem) haben darin mehr als 750 Mittelständler benannt, auf welchen Gebieten sie Probleme sehen und was ihnen die Arbeit erschwert.
Die größten Probleme des Mittelstands im Überblick:
Laut BDS hänge die Problembewertung einzelner Hürden meist von der Unternehmensgröße ab. Beispielsweise schätzten freie Berufe und Dienstleister die Berufsgenossenschaften als weniger problematisch ein, während vor allem das Handwerk kritisch sei.
Auch beim Kündigungsschutz wachse die Problematik mit der Größe des Unternehmens: Für die kleineren Unternehmen stelle es wegen der gesetzlichen Ausnahmen kaum ein Problem dar.
Dagegen sei der Kündigungsschutz für den größeren Mittelstand (50–249) Mitarbeiter ein riesiger Hemmschuh – in dieser Unternehmenskategorie sei er sogar das größte Problem.
Laut BDS beurteilen bereits die Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern den Kündigungsschutz als überdurchschnittlich großes Problem – ab zehn Mitarbeitern greife der gesetzliche Schwellenwert.
Erfreulich sei der zehnte Platz für das Thema Auftragslage. Aber auch hier sei auffällig, wie stark das Problem von der Größe der Firma abhängt: Bei Einzelunternehmen sei die Auftragslage noch das viertwichtigste Problem, bei den größeren Unternehmen über 50 Mitarbeiter liege sie an 16. Stelle.
Den größten Sprung auf der Skala nach oben habe das Thema Mitarbeiterqualität und Fachkräftesituation auf dem Arbeitsmarkt erreicht.
Die meisten Unternehmen seien mit ihrem Mitarbeiterstamm weitgehend zufrieden. Anders sehe es jedoch bei der Suche nach neuen Mitarbeitern aus – sie gestalte sich immer schwieriger.
Rund 68 Prozent aller mittelständischen Unternehmen haben laut BDS inzwischen Schwierigkeiten, gut ausgebildete neue Mitarbeiter zu finden.
Die Problematik gelte für alle Qualifizierungsgruppen, vom Auszubildenden bis zum Ingenieur. Aus Sicht der Mittelständler werde der Fachkräftemangel zur großen Herausforderung der kommenden Jahre.
Die weiteren Plätze im Ranking der größten Probleme des Mittelstandes finden Sie in der BDS-Studie unter dieser Meldung. (uqrl)