Einwanderung bestimmter Berufsgruppen erleichtert

Fachkräftemangel

23.06.2011 - Ärzte und Ingenieure der Fachrichtung Maschinen- und Fahrzeugbau sowie der Elektrotechnik, die aus Drittstaaten kommen, können ab sofort ohne Vorrangprüfung zum deutschen Arbeitsmarkt zugelassen werden.


Das habe die Bundesregierung beschlossen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) meldet. Voraussetzung für eine Zulassung: Die Arbeitsbedingungen entsprechen denen vergleichbarer inländischer Arbeitnehmer – vor allem die Höhe des Gehaltes.

Vorrangprüfung fällt weg

Nach Angaben der BA musste die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) bisher eine Vorrangprüfung durchführen, bevor ein ausländischer Akademiker und Nicht-EU-Bürger für eine Arbeitsstelle in Deutschland zugelassen werden konnte. 


Bei dieser Prüfung suchte die ZAV nach inländischen Arbeitskräften für die Stelle. Die Zulassung für den Akademiker aus dem Ausland wurde erst dann erteilt, wenn niemand gefunden wurde.

Arbeitsvertrag muss Deutschland-üblich sein

Nun können Personen aus Drittstaaten mit Abschlüssen in den genannten Berufsgruppen ohne diese Vorrangprüfung eingestellt werden. Es werde nur noch überprüft, ob die Bedingungen im Arbeitsvertrag den üblichen Bedingungen in Deutschland entsprechen. 


Ziel sei ein beschleunigtes Zulassungsverfahren, so die BA: Die ZAV werde innerhalb von 48 Stunden entscheiden, ob die Nicht-EU-Bürger zum Arbeitsmarkt zugelassen sind oder nicht. (uqrl)

VR-Mittelstand direkt
BLZ: