Erneuerbare Energien decken 17 Prozent des deutschen Stromverbrauchs

Statistik

11.04.2011 - 2010 hatten die Erneuerbaren Energien in Deutschland einen Anteil von rund 17 Prozent am gesamten Bruttostromverbrauch – und deckten damit viermal so viel ab wie 1990.

Das meldet das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen anlässlich der Europäischen Woche für nachhaltige Energie.

Demnach lag der Anteil von Kernenergie am deutschen Bruttostromverbrauch im Jahr 2010 bei etwa 23 Prozent.

EU-Vergleich von 2008: Deutschland im Mittelfeld

EU-Vergleichszahlen lägen nur für 2008 vor – mit Österreich als Spitzenreiter: Laut dem europäischen Statistikamt Eurostat wurden hier 62 Prozent des Bruttostromverbrauchs 2008 durch regenerative Energiequellen gedeckt, insbesondere durch Wasserkraft.

Die höchste Zuwachsrate im Zeitraum 1990 bis 2008 erzielte danach Dänemark, wo der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch von knapp drei auf fast 29 Prozent stieg.

Deutschland habe 2008 mit einer Rate von 15,4 Prozent knapp unter dem EU-Durchschnitt von 16,7 Prozent gelegen – bei einem Kernenergie-Anteil von 24,1 Prozent.

2008: Keine Kernenergie in zwölf EU-Ländern

Der Anteil von Kernenergie am Bruttostromverbrauch war 2008 in Frankreich (83,2 Prozent), in Litauen (76,4 Prozent) und in der Slowakei (56,7 Prozent) am höchsten.

In zwölf EU-Staaten spielte die Atomkraft bei der Stromerzeugung 2008 gar keine Rolle – darunter in Österreich, in Irland und in Polen. (uqrl)

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