Eurokrise und Energiepreise belasten Konsumklima

GfK-Konsumklima

26.05.2011 - Die verschärfte Schuldenkrise in Griechenland und die hohen Energiepreise haben den Optimismus etwas gedämpft, den die Konsumenten bislang an den Tag legten.

Laut der Studie "GfK-Konsumklima MAXX", die auf 2.000 Verbraucherinterviews basiert, ließen die Konjunkturerwartungen der Verbraucher im Mai etwas nach. Mit einem Minus von 1,2 Punkten fallen die Verluste laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) jedoch bescheiden aus. 


Aktuell weist der Indikator einen Wert von 46,1 Punkten auf – ein immer noch deutliches Plus von mehr als 42 Zählern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Wirtschaft wächst stabil

Der Wirtschaft gehe es nach wie vor gut: Im ersten Quartal 2011 lag das Bruttoinlandsprodukt nach Angaben des Statistischen Bundesamts 5,2 Prozent höher als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres – der stärkste Zuwachs seit der Wiedervereinigung. 


Bemerkenswert ist laut GfK außerdem, dass zu dieser Entwicklung die Binnennachfrage in Form von Investitionen und Konsum mehr beigetragen hat als der Export. Damit stehe der Aufschwung nicht mehr nur auf einem Bein, wie es in der Vergangenheit häufig der Fall war.

Preissteigerungen dämpfen positive Stimmung

Für einen Dämpfer sorgten die steigenden Preise in Deutschland – sie reduzierten die Einkommenserwartungen. Vor allem die Energiepreise sorgen laut Studie derzeit dafür, dass die Inflationsrate im April auf 2,4 Prozent gestiegen ist, nach 2,1 Prozent im März. 


Produkte wie Benzin und Lebensmittel seien in den vergangenen Wochen deutlich teurer geworden. Dies habe die gefühlte Inflation steigen lassen: Beim Verbraucher entstehe schnell der Eindruck, dass alles teurer wird und die eigene Kaufkraft sinkt. 


Diese Teuerung mache einen beträchtlichen Teil der Einkommenszuwächse der Arbeitnehmer in diesem Jahr zunichte.


Für die Rentner sei die Bilanz noch unerfreulicher. Da die gesetzlichen Altersbezüge in diesem Jahr nur um etwa ein Prozent angehoben werden, müssen sie reale Einkommenseinbußen verkraften. (uqrl)

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