10.05.2011 - Ein Viertel der kleinen und mittleren Unternehmen erwartet zwar künftig Probleme damit, offene Stellen zu besetzen. Derzeit ist der Fachkräftemangel aber kaum problematisch für sie.
Das zeigt eine Analyse auf der Basis des KfW-Mittelstandspanels, einer Längsschnittbefragung mittelständischer Unternehmen.
Demnach sieht es nur ein Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) als zentrale unternehmerische Herausforderung an, bis 2012 den Fachkräftebedarf zu decken.
Selbst bei KMU, die nach eigenere Aussage Schwierigkeiten beim Rekrutieren von Fachkräften haben, betrage dieser Anteil nur drei Prozent.
Wichtige unternehmerische Herausforderungen sind aus Sicht der Firmen vielmehr das Erschließen neuer Kundensegmente, die Verbesserung der Umsatz- und Ertragssituation sowie die generelle Neuausrichtung der Unternehmensstrategie.
Die KfW nennt ein weiteres Indiz dafür, dass der Fachkräftemangel derzeit einen eher geringen Stellenwert in KMU hat: Die Firmen mit Schwierigkeiten beim Rekrutieren neuer Fachkräfte ergreifen laut Analyse selten innerbetriebliche Maßnahmen dagegen.
Laut KfW macht die Analyse deutlich, dass die Probleme mit offenen Stellen in den Unternehmen ganz unterschiedlich bewertet werden.
Beispielsweise haben danach größere Mittelständler und KMU aus den technologieorientierten Branchen ein Problem mit einer zu geringen Bewerberzahl im Allgemeinen.
Dagegen klagen laut Umfrage kleine Unternehmen, innovative Mittelständer und Unternehmen mit besonders vielen hoch qualifizierten Mitarbeitern überdurchschnittlich häufig darüber, keine Bewerber mit spezifischen Zusatzqualifikationen zu finden. (uqrl)