16.12.2011 – Durchschnittlich 7,5 Prozent der Büroimmobilien in den 125 größten Städten Deutschlands sind verwaist. In der Bankenmetropole Frankfurt am Main sind es sogar 18 Prozent.
Das berichtet das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) Köln in der Veröffentlichung IW-Trends 4/2011. Demnach wird jede zehnte Büroimmobilie in den sieben größten deutschen Städten nicht genutzt.
Für die hohe Leerstandsquote sind laut IW Köln vor allem zwei Phänomene verantwortlich: Seit dem Zusammenbruch der New Economy Anfang der 2000er Jahre hinke die Nachfrage nach Büroimmobilien dem Angebot hinterher.
Außerdem stiegen die Ansprüche der Büromieter ständig: Gefragt seien derzeit vor allem besonders energieeffiziente Bürogebäude.
Energie lasse sich aber leichter in Neubauten sparen als in Bestandsgebäuden. Bestandsgebäude müssten häufig aufwändig und kostenintensiv saniert werden, um für eine erneute Vermietung oder einen Verkauf in Betracht zu kommen. Aus diesem Grund sinkt die effektive Nutzungsdauer von Büroimmobilien laut IW Köln immer weiter. (uqrl)