Firmen fürchten Preissprung bei Rohstoffen

Umfrage

08.02.2011 - Drei Viertel der deutschen Industriefirmen sehen in den Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen die größte Gefahr für ihre wirtschaftliche Entwicklung.

Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter 28.000 Firmen hervor.

Fast alle Rohstoffe werden teurer

Mit der Erholung der Weltwirtschaft sind demnach auch die Preise für Öl, Gas, Kohle, Eisenerz, Kupfer, Aluminium und Co. deutlich angestiegen – eine teure Gefahr für deutsche Firmen unterschiedlichster Branchen. 


Nach DIHK-Berechnungen dürfte die Rohstoffrechnung 2011 um mehr als 40 Milliarden Euro höher ausfallen als 2009 – ein Anstieg um mehr als 40 Prozent. 


Binnenbranchen seien besonders betroffen: Die Preissteigerungen bei den Ressourcen gingen meist zulasten der Gewinne, weil sie kaum auf die preisbewussten Verbraucher umgelegt werden könnten.

Nahrungsmittelhersteller am stärksten betroffen

Die größten Sorgen hätten die Unternehmen der Nahrungsmittelindustrie: 92 Prozent sehen hier laut Umfrage das bedrohlichste Risiko für ihre wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten.


Größer sei der Spielraum im technologiegetriebenen Exportgeschäft. Beispielsweise betrachteten im Maschinenbau "nur" 60 Prozent der Firmen die Preissteigerungen als Risiko Nummer eins. (uqrl)

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