Führungskräfte setzen seit Euro-Krise wieder auf Kanzlerin Merkel

Capital-Elite-Panel

09.01.2012 – Fast sieben von zehn deutschen Führungskräften bescheinigen der Regierungschefin ein gutes Krisenmanagement und halten sie für eine starke Kanzlerin.

Das zeigt das "Capital-Elite-Panel", für das das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) im Auftrag des Wirtschaftsmagazins 'Capital' (Ausgabe 1/2012) mehr als 500 Top-Entscheider aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung befragt hat.

Merkel hat mit der Euro-Krise gewonnen

Demnach halten Merkel aktuell fast doppelt so viele Führungskräfte für eine starke Kanzlerin wie in der Umfrage vom Sommer 2011. Damals habe sie wegen der Energiewende als unglaubwürdig und angeschlagen gegolten.

Heute bescheinigen 69 Prozent der Regierungschefin laut Capital ein gutes Krisenmanagement in Europa. Nur jeder Vierte sei unzufrieden.

Die meisten Führungskräfte sind beunruhigt wegen der Euro-Krise

Wegen der Euro-Krise seien 84 Prozent der Entscheider persönlich stark beunruhigt. Aber nur elf Prozent rechneten in der Umfrage damit, dass die Währungsunion tatsächlich auseinander bricht.

Auf dem Weg zur Lösung der Krise rechne die Elite jedoch "mit erheblichen Kollateralschäden", urteilt Allensbach-Chefin Renate Köcher. Beispielsweise hielten 63 Prozent die Glaubwürdigkeit der Europäischen Zentralbank (EZB) dauerhaft für beschädigt.

Rezession in der der Euro-Zone erwartet

Außerdem rechnen dem Capital-Elite-Panel zufolge 73 Prozent der Manager mit einer Rezession in der Euro-Zone. Grund seien die Sparprogramme in vielen Mitgliedsstaaten.

Auch für Deutschland erwarten nur noch elf Prozent der Befragten, dass es in den kommenden sechs Monaten mit der Konjunktur aufwärts geht – im Sommer seien es noch 62 Prozent gewesen. (uqrl)

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