14.02.2012 – In den kommenden Monaten des laufenden Jahres wird die Inflationsrate in Deutschland voraussichtlich sinken. Jedoch bleiben die Rohstoffpreis-Risiken bestehen.
Das erwartet der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in seinem jüngsten Konjunkturbericht. Demnach stehen die Chancen gut, dass die Teueraungsrate in den ersten Monaten 2012 die Marke von zwei Prozent wieder unterschreiten wird. Aktuell betrage sie 2,1 Prozent.
BVR-Vorstand Andreas Martin: "Für die Geldpolitik ist der aktuelle Rückgang der Inflation ein positives Signal. Sie bietet Rückendeckung dabei, die großzügige Liquiditätsversorgung mit einem historisch niedrigen Leitzins fortzusetzen."
Im Durchschnitt des laufenden Jahres werde der Verbraucherpreisanstieg voraussichtlich bei 1,8 Prozent liegen. Die Voraussetzung für den prognostizierten Rückgang: Es kommt nicht zu einer deutlichen Verknappung des Rohölangebots.
Ein noch stärkerer Rückgang der Inflation sei unwahrscheinlich angesichts des dynamischen Wachstums der Schwellenländer und ihrer hohen Nachfrage nach Energie und anderen Rohstoffen.
2011 konnte fast die Hälfte des Verbraucherpreisanstiegs auf die Energiepreise zurückgeführt werden. Zum Vergleich: In den vergangenen zehn Jahren habe der Beitrag bei fast einem Drittel gelegen. (uqrl)