27.09.2011 – Im September sind die Erwartungen der deutschen Unternehmen an die kommenden Monate abermals gesunken. Die aktuelle Lage wird dagegen ganz gut bewertet.
Das geht aus dem aktuellen ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands im September 2011 hervor. Laut dem ifo Institut zeigt die gute Geschäftslage der Unternehmen, dass sich die deutsche Konjunktur bislang von den politischen Turbulenzen abkoppeln konnte.
Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler erklärte dazu, dass "das Fahrwasser der deutschen Wirtschaft" unruhiger geworden sei. Er betonte aber: "Zwar sind die Risiken erheblich gestiegen, gleichwohl steht Deutschland derzeit nicht vor einer Rezession, sondern vor einer Phase ruhigeren Wachstums."
Dem ifo-Institut zufolge haben sich die Erwartungen der Unternehmen an die kommenden sechs Monate besonders im verarbeitenden Gewerbe und im Bauhauptgewerbe merklich abgekühlt.
Im verarbeitenden Gewerbe rechnen sich die Firmen laut ifo kaum noch Impulse vom Auslandsgeschäft aus. Jedoch wollten sie mehr Jobs schaffen. Im Bauhauptgewerbe sei die aktuelle Geschäftslage der befragten Firmen sogar wieder etwas günstiger als im Vormonat.
Verbessert habe sich das Geschäftsklima auch im Einzel- und im Großhandel, nachdem es sich im vergangenen Monat deutlich eingetrübt hatte. Die Großhändler stuften ihre Geschäftslage wieder positiver ein als im August.
Auch hinsichtlich der Geschäftsentwicklung im kommenden halben Jahr seien sie zuversichtlicher. Im Einzelhandel sei die aktuelle Geschäftslage unverändert günstig. Dem Geschäftsverlauf der nächsten sechs Monaten blickten die Einzelhändler sogar hoffnungsvoller entgegen als im Vormonat. (uqrl)