Gesetzliche Frauenquote vorerst gestoppt

Gesetzesinitiative

10.02.2011 - Kanzlerin Angela Merkel lehnt die Pläne einer verpflichtenden Frauenquote ab. Stattdessen sollen die Konzerne den Frauenanteil in den Führungsetagen freiwillig erhöhen.

Wie das Magazin Impulse berichtet, habe Merkel damit die Einführung einer gesetzlichen Frauenquote gestoppt, die Arbeitsministerin Ursula von der Leyen vorgeschlagen hatte.

Die Kanzlerin favorisiere das Modell von Familienministerin Kristina Schröder, die sich für eine freiwillige Lösung ausgesprochen hatte.

Freiwillige Fortschritte erwünscht

Nach Meinung der Kanzlerin solle die Wirtschaft freiwillig zu Fortschritten kommen, weil eine gesetzliche Frauenquote nicht durchsetzbar sei. 


Merkel suche einen pragmatischen Weg. Die Gespräche dazu dürften jedoch nicht auf den "Sankt-Nimmerleins-Tag" geschoben werden, so Regierungssprecher Steffen Seibert. 


Einigkeit herrsche darüber, dass es zu wenige Frauen in den Führungsspitzen der Wirtschaft gebe.


Seibert: "Es ist wirklich schwer vorstellbar, dass so wenige qualifizierte Frauen zur Verfügung stehen, dass man es noch nicht mal schafft, jeden 30. Sessel im Vorstand mit einer Frau zu besetzen."

Stufenplan bis 2018 denkbar

Als Kompromiss könnte sich ein Stufenplan herausschälen, nach dem Unternehmen bis Ende 2013 Zeit haben, freiwillig 30 Prozent der Spitzenpositionen mit Frauen zu besetzen. 


Ab 2014 solle dann eine gesetzliche Vorgabe greifen, dass das 30-Prozent-Ziel bis 2018 erreicht sein muss. (uqrl)

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