Industriestaaten sind abhängig von Chinas Seltenen Erden

Außenwirtschaft

12.05.2011 - Die Auto-, Hoch- und Umwelttechnologie der Industriestaaten ist abhängig von den so genannten Seltenen Erden, die fast nur in China abgebaut werden.


Rund 97 Prozent dieser benötigten Eisenerze würden in China abgebaut, informiert Antje Kröger, Forscherin in der Abteilung Weltwirtschaft am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Mit diesem Monopol könne die Volksrepublik das Angebot für die Weltwirtschaft jederzeit verknappen.

Industriestaaten abhängig von China

Kröger: "Politik und Wirtschaft der Industriestaaten haben den strategischen Wert der Seltenen Erden viel zu lange nicht erkannt. Europa, die USA und Japan finden sich deshalb heute in einer Abhängigkeit wieder, die wichtige Teile ihrer Industrie bedroht, wie zum Beispiel die Umwelttechnologie, Elektrotechnik und Autobranche." 


Kurz- und mittelfristig werde sich das Problem verschärfen, denn die Nachfrage steige, so Kröger: "Die seltenen Erdmetalle sind eine zunehmend wichtige Ressource für die Hochtechnologie-Industrie."


Seltene Erden werden beispielsweise für Katalysatoren, Handys, Plasmabildschirme, Festplatten, Batterien und MP3-Spieler verwendet. Sie helfen außerdem, Windkraftturbinen, Elektromotoren sowie Energiesparlampen zu betreiben.

Versorgungszusagen für Hightech-Konzerne in China

China nutze seine Monopolstellung bei den Seltenen Erden gezielt, so das DIW: Beispielsweise werden laut DIW ausreichende Mengen Seltener Erden solchen Unternehmen zugesagt, die ihre Produktion nach China verlegen.

Kröger: "Schon heute werden geschätzte 60 Prozent der globalen Seltenerd-Produktion in China eingesetzt." (uqrl) 

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