Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer: "Die höhere Zustimmung zur Pkw-Maut bei Autofahrern ist nur auf den ersten Blick paradox. Wer häufig im Stau steht, sieht offensichtlich eher die Vorteile einer intelligenten Verkehrssteuerung."
Der Verband spricht sich für eine intelligente, also nutzungsabhängige Mauterhebung aus. Sie habe viele Vorteile im Vergleich zu einer Einheitsabgabe mit einer Vignette.
Beispielsweise könne man damit die Maut auf wenig genutzten Straßen niedrig halten, um dort eine bessere Auslastung zu erreichen und viel befahrene Straßen zu entlasten.
Lärm und Schadstoffkonzentration könnten außerdem über variierende Nutzungspreise gesteuert werden.
So könne der Lärm in Wohngebieten ab 22.00 Uhr reduziert werden oder es gäbe weniger Stadtfahrten an Sommertagen, wenn die Schadstoffkonzentration hoch ist.
In eine intelligente Maut könnten zudem weitere Leistungen integriert werden, beispielsweise das ÖPNV-Anschlussticket vom Park&Ride-Parkplatz. (uqrl)