Jeder zweite Deutsche befürwortet Leitzinssenkung

Konjunktureinbruch

03.11.2011 – 48 Prozent der Deutschen würden befürworten, dass die Europäische Zentralbank den Leitzins senkt, um die Konjunktur zu stützen.

Das ergibt eine repräsentative Umfrage der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und des Marktforschers Toluna unter 1.000 Deutschen. Demnach spricht sich mehr als ein Viertel klar dagegen aus, während das verbleibende Vierteil unentschieden sei.

Entschiedener seien die Deutschen bei der Aussicht auf niedrigere Steuern: Mehr als drei Viertel rechnen nicht damit, dass es in nächster Zeit die angekündigte Steuersenkung geben wird. Grund sei der Wachstumseinbruch.

Deutschlands Rolle in der Schuldenkrise ungewiss

Laut Faktenkontor herrscht außerdem Uneinigkeit bei der Frage, ob Deutschland angesichts des Konjunktureinbruchs weiterhin Zugpferd für die schwächelnde Euro-Zone sein kann: 44 Prozent der Befragten zweifeln daran.

Dagegen glauben der Umfrage zufolge 40 Prozent, dass Deutschland weiterhin die treibende Kraft im Kampf um die Euro-Rettung sein wird. Die verbleibenden 17 Prozent seien über die zukünftige Rolle des Landes unentschlossen.

Lage ähnlich kritisch wie 2008

Insgesamt sei die Stimmung in der Bevölkerung angespannt: Sechs von zehn Deutschen sehen die derzeitige Lage an den Finanzmärkten ähnlich kritisch wie zu Zeiten der Finanzkrise 2008.

Es bestehe kaum Zuversicht, dass sich die Situation in absehbarer Zeit entspannt: Knapp zwei von drei Befragten (65 Prozent) gingen davon aus, dass sich die Lage in den nächsten Wochen und Monaten noch weiter zuspitzt. (uqrl)

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