24.05.2011 - Der Arbeitsmarkt profitiert vom Wirtschaftswachstum: Knapp die Hälfte der Firmen will 2011 neue Mitarbeiter einstellen. Nur acht Prozent erwägen Kündigungen.
Das geht aus einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) unter 2.340 Firmen hervor. Demnach gehen 61 Prozent der Firmen für 2011 von einer höheren Produktion aus als 2010 – nur neun Prozent rechnen laut IW Köln mit einem Rückgang.
Vor allem die Exportwirtschaft strotzt der Umfrage zufolge vor Stärke: 41 Prozent der Unternehmen erwarten danach für 2011 steigende Ausfuhren. Lediglich sechs Prozent befürchteten Einbrüche im Auslandsgeschäft.
Ähnlich optimistisch äußern sich die Firmen auch in puncto Investitionen – zumal die Industriekapazitäten im 1. Quartal 2011 zu 86 Prozent ausgelastet waren.
Demzufolge planen 46 Prozent der befragten Firmen in diesem Jahr höhere Investitionsausgaben als 2010. Nur zehn Prozent wollen laut IW Köln ihr Budget für neue Maschinen und Anlagen kürzen.
Das Institut prognostiziert für 2011, dass das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland um gut 3,5 Prozent wächst. Für 2012 wird ein weiteres Plus von deutlich mehr als zwei Prozent erwartet.
Auch das Statistische Bundesamt Destatis bestätigt, dass die deutsche Wirtschaft besonders schwungvoll in das Jahr 2011 gestartet ist – Destatis zufolge ist das BIP allein im ersten Quartal 2011 gegenüber dem Vorquartal um 1,5 Prozent gestiegen.
Damit sei das Vorkrisenniveau von Anfang 2008 bereits jetzt wieder überschritten worden, so Destatis. (uqrl)