10.10.2011 – Der Klimawandel bereitet den Europäern mehr Sorgen als eine mögliche neue Wirtschaftskrise.
Das geht aus einer Eurobarometer-Sonderumfrage der Europäischen Kommission hervor. Demnach betrachten zwei Drittel der Europäer den Klimawandel als sehr ernstes Problem. Für 51 Prozent der EU-Bürger und für 66 Prozent der Deutschen stellt er sogar die größte globale Bedrohung dar.
Laut EU-Kommission sehen dagegen nur 45 Prozent der Europäer und 27 Prozent der Deutschen die wirtschaftliche Situation als größtes Problem. Fast acht von zehn Deutschen und Europäern sind der Ansicht, dass die Bekämpfung des Klimawandels und ein effizienter Energieverbrauch Wirtschaft und Beschäftigung fördern können.
68 Prozent sprachen sich in der Umfrage dafür aus, die Besteuerung stärker am Energieverbrauch auszurichten – in jedem Mitgliedstaat sei eine Mehrheit dafür gewesen. Der EU-Kommission zufolge geht die Bevölkerung in allen 27 Mitgliedstaaten davon aus, dass sich die Europäische Union bis Mitte des Jahrhunderts zu einer klimafreundlichen Gesellschaft mit geringem CO2-Ausstoß entwickeln wird. (uqrl)