Mittelständler fürchten neue Wirtschaftskrise

Umfrage

12.09.2011 – Deutschlands Mittelständler blicken sorgenvoll in die Zukunft: Fast ein Drittel der Unternehmer fürchtet eine neue Wirtschaftskrise.

Das sind Ergebnisse des "Mittelstandsbarometers Sommer 2011" der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young, für den 700 mittelständische Unternehmen befragt wurden. Demnach erwarten nur 15 Prozent in den kommenden Monaten einen weiteren Aufschwung. 45 Prozent gehen von einer schlechteren Wirtschaftslage aus.

Sorgen bereitet den Unternehmen vor allem die europäische Schuldenkrise. Sie sei aus Sicht der Mittelständler der wichtigste Risikofaktor: 82 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen die hohen Staatsschulden und die daraus resultierende Schuldenkrise große Sorgen bereiten – 44 Prozent machen sich sogar sehr große Sorgen. 63 Prozent der Unternehmer fürchten laut Umfrage sogar eine neue Wirtschaftskrise.

Noch ist die Geschäftslage gut

Noch aber trotze der Mittelstand der erwarteten Konjunktureintrübung: Jeder vierte Mittelständler will der Befragung zufolge noch immer zusätzliche Jobs schaffen, jeder dritte wolle mehr investieren.

Außerdem seien 94 Prozent der Mittelständler mit ihrer aktuellen Geschäftslage zufrieden, fast jeder zweite bezeichne sie sogar als uneingeschränkt gut. Jedoch waren laut Ernst& Young zu Jahresbeginn noch 52 Prozent der Mittelständler rundum zufrieden.

Peter Englisch, Leiter Mittelstand und Partner bei Ernst & Young: "Dass es früher oder später zu einer Abkühlung kommen musste, war klar. Es spricht aber viel dafür, dass wir eher eine Abschwächung des Wachstums als einen echten Abschwung oder gar eine Rezession erleben werden." (uqrl)

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