11.08.2011 – Jobmotor Mittelstand: Seit 1999 ist die Zahl der Arbeitnehmer im Mittelstand stetig gestiegen. Dagegen gingen in Klein- und Großbetrieben Jobs verloren.
Darüber informiert das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln in der Publikation "IW-Trends" (2/2011).
Demnach arbeiteten 38 Prozent der deutschen Arbeitnehmer 2010 in einem mittelständischen Unternehmen mit 50 bis 499 Mitarbeitern – zwei Prozent mehr als 1999.
Damit entfielen von 27,7 Millionen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen in Deutschland rund 10,5 Millionen auf den Mittelstand.
Noch mehr deutsche Arbeitnehmer arbeiteten 2010 in Kleinbetrieben mit weniger als 50 Beschäftigten: Hier waren laut IW Köln zuletzt 41 Prozent der deutschen Arbeitnehmer unter Vertrag. Großbetriebe ab 500 Mitarbeitern verbuchten einen Anteil von 21 Prozent am Arbeitsmarkt für sich.
Insgesamt seien seit 1999 jeweils mehr als zwei Prozent der Arbeitsplätze in Klein- und Großbetrieben verloren gegangen, während mittelständische Betriebe im selben Zeitraum zugelegt hätten.
Regional zeigten sich Unterschiede in den letzten zehn Jahren: In Süddeutschland hätten sowohl Groß- als auch Kleinbetriebe ihre Belegschaften aufgestockt.
Im Norden der Republik konnten laut IW Köln auch die kleinen Unternehmen zulegen. Dagegen habe in Ostdeutschland selbst der Mittelstand nur minimale Beschäftigungsgewinne verbuchen können. (uqrl)