Reallöhne 2011 um ein Prozent gestiegen

Statistik

07.02.2012 – Die preisbereinigten Bruttomonatsverdienste von Vollzeit-Arbeitnehmern sind 2011 im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich um ein Prozent gestiegen.

Zum Vergleich: 2010 waren sie um 1,5 Prozent gestiegen, 2009 um 0,4 Prozent gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lagen die Nominallöhne im Jahr 2011 3,3 Prozent über dem Vorjahreswert, während sich die Verbraucherpreise im selben Zeitraum um 2,3 Prozent erhöhten.

Nominallöhne haben sich 2011 immer weiter abgeschwächt

In der ersten Jahreshälfte 2011 hätten die Nominallöhne mit einem Plus von vier Prozent sogar noch deutlicher über dem Anstieg der Verbraucherpreise gelegen. Die Gründe dafür lägen vor allem im weiteren Abbau der Kurzarbeit sowie in höheren Tarifabschlüssen und Sonderzahlungen in den ersten beiden Quartalen.

In der zweiten Jahreshälfte 2011 schwächte sich das Wachstum der Nominallöhne laut Destatis ab – von einem Plus von 3,0 Prozent auf 2,1 Prozent. Erstmals seit dem vierten Quartal 2009 habe damit der Zuwachs der Nominallöhne nicht ausgereicht, um den Anstieg der Verbraucherpreise (+ 2,3 Prozent) auszugleichen.

Nur vorläufige Ergebnisse

Destatis zufolge stellen diese Angaben nur erste vorläufige Ergebnisse über die nominalen und realen Bruttoverdienste 2011 dar. Detaillierte und endgültige Daten werden voraussichtlich erst Ende März veröffentlicht. (uqrl)

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