Schwarzarbeit auf dem niedrigsten Stand seit 1995

Konjunktur

31.01.2011 - 2010 wurde in Deutschland so wenig Schwarzarbeit registriert wie zuletzt vor 15 Jahren. Sie macht allerdings immer noch 13,9 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus.

Das melde das Tübinger Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW), berichtet manager-magazin.de.


Niedrige Quote sinkt 2011 weiter

Demnach wurden mit Schwarzarbeit 2010 rund 347,6 Milliarden Euro umgesetzt – ein Rückgang von 4,2 Milliarden Euro gegenüber 2009. 


Der Grund für die niedrigere Quote: Viele Deutsche hätten 2010 einen regulären Arbeitsplatz gefunden. Das IAW rechne damit, dass die Entwicklung auch 2011 anhält – in diesem Jahr soll die Schattenwirtschaft demnach noch einmal um 1,8 Milliarden Euro schrumpfen.

Am wenigsten Schwarzarbeit in den USA

Unter den OECD-Ländern stehe Deutschland mit einer Schattenwirtschaftsquote von 13,7 im Mittelfeld. 


Am geringsten sei die Schattenwirtschaft mit 7,0 Prozent in den USA, am höchsten in Griechenland mit 25,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Berechnung der Quote auf Basis von Annahmen

Beim Errechnen der Schwarzarbeitsquote hätten sich die Experten an bestimmten Faktoren orientieren müssen, da die Umsätze ja nicht messbar seien. 


Beispielsweise führten Steuererhöhungen zu einem Anstieg der Schwarzarbeit, denn sie machten eine reguläre Beschäftigung teurer und Schwarzarbeit somit attraktiver. 


Oder: Weil mehr Menschen durch einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes einen regulären Arbeitsplatz finden, sinke das Volumen der Schattenwirtschaft um 2,95 Milliarden Euro. 


Auch ein Mindestlohn in der Zeitarbeitsbranche oder die Beitragserhöhungen der Krankenversicherungen seien Faktoren bei der Berechnung der Schwarzarbeitsquote. 


Nicht abschätzen konnten die Experten laut manager-magazin.de, welche Auswirkungen die Freizügigkeit für Arbeitnehmer aus acht osteuropäischen EU-Staaten ab dem 1. Mai 2011 haben wird. (uqrl)

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