So sichern sich deutsche Unternehmen die besten Lehrlinge

Umfrage

20.04.2010 - Viele Firmen können offene Lehrstellen nicht besetzen. Eine Umfrage zeigt, mit welchen Maßnahmen sich deutsche Unternehmen ihre Azubis sichern.

Laut dem Portal impulse-gruenderzeit.de kann jede fünfte Firma ihre angebotenen Ausbildungsplätze nicht besetzen. Die Gründe: die demographische Entwicklung und die mangelnde Ausbildungsreife von Schulabgängern.

Sieben Maßnahmen für Firmen mit Azubi-Bedarf

Der DIHK habe mehr als 15.000 Firmen dazu befragt, wie sie sich ihre Nachwuchskräfte sichern. Das Ergebnis:

  1. Kooperationen mit Schulen: 54 Prozent
  2. Verbessertes Ausbildungsmarketing: 47 Prozent
  3. Neue Bewerbergruppen erschließen: 24 Prozent
  4. Angebote für lernschwächere Bewerber, etwa über eine Einstiegsqualifizierung: 19 Prozent
  5. Kooperationen mit Hochschulen: 18 Prozent
  6. Anforderungen an die Bewerber werden gesenkt: 18 Prozent
  7. Zusatzqualifikationen werden offeriert: 10 Prozent 

Firmen nutzen mehrere Maßnahmen parallel

Laut der Umfrage gingen immer mehr Unternehmen gleichzeitig mehrere Wege, um Aufmerksamkeit unter Schulabgängern zu wecken.

Beispielsweise nutzten 52 Prozent der Befragten das Internet, 39 Prozent schalteten Anzeigen in regionalen Zeitungen oder fragten bei der Kammer nach potenziellen Azubis (38 Prozent). Direkte Werbung in Schulen betreibe ein Drittel der Betriebe.

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Viele Unternehmen engagierten sich bereits vor dem Ausbildungsbeginn, um sich die besten Kandidaten zu sichern.

18 Prozent böten etwa Schülerpraktika an – wahlweise in den Ferien oder im Rahmen von Praxisklassen.

Ebenso viele Betriebe böten eine Einstiegsqualifizierung (EQ), also ein sechsmonatiges Praktikum mit einem anschließenden Ausbildungsvertrag. (uqrl)

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