Südeuropäische Arbeitskräfte tun den Aufnahmeländern gut

Wirtschaft

18.11.2011 – Die Mobilität von Arbeitskräften aus Bulgarien und Rumänien wirkt sich positiv auf die Wirtschaft der Aufnahmeländer aus.

Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht der Europäischen Kommission. Demnach haben Bulgaren und Rumänen den Arbeitskräftemangel in bestimmten Wirtschaftszweigen und Berufen ausgeglichen, zum Beispiel im Baugewerbe, in Privathaushalten und im Hotel- und Gaststättengewerbe.

BIP wird langfristig gesteigert

Außerdem werde geschätzt, dass sich südeuropäische Arbeitskräfte positiv auf das langfristige Bruttoinlandsprodukt der EU auswirken.

Nennenswerte Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit oder die Löhne einheimischer Arbeitskräfte hat die EU-Kommission in den Aufnahmeländern nicht verzeichnet.

Arbeitnehmerfreizügigkeit auch für Bulgaren und Rumänen

Derzeit gilt in Deutschland Arbeitnehmerfreizügigkeit für südeuropäische Arbeitskräfte – außer für Bulgaren und Rumänen.

Laut EU-Kommission dürfen die Beschränkungen nur dann über den Dezember 2011 hinaus aufrechterhalten werden, wenn die betreffenden Staaten über schwerwiegende Störungen oder die Gefahr derartiger Störungen informieren.

Der EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration, László Andor befürwortet, dass alle Beschränkungen auf dem Arbeitsmarkt aufgehoben werden: "Die Beschränkung der Freizügigkeit von Arbeitnehmern in Europa ist keine Antwort auf hohe Arbeitslosigkeit. Wir müssen unsere Anstrengungen vielmehr auf die Schaffung neuer Beschäftigungsmöglichkeiten konzentrieren." (uqrl)

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